Erste Zählergebnisse zur Stunde der Gartenvögel 2012
Am vergangenen Wochenende war es wieder soweit. Der NABU rief vom 11. bis 13. Mai 2012 zur „Stunde der Gartenvögel“. Die gefiederten Freunde sollten eine Stunde lang beobachtet und die Sichtungen dem NABU gemeldet werden. Hier ein Zwischenbericht zum Stand der Gartenvogelzählung in Sachsen am 16.05.2012 um 14 Uhr. Bisher sind aus Sachsen Meldungen von 1319 Vogelfreunden eingegangen. Sie zählten in 793 Gärten 29165 Vögel.
| Platz 1 |
Haussperling |
3598 Sichtungen |
| Platz 2 |
Star |
2865 Sichtungen |
| Platz 3 |
Amsel |
2800 Sichtungen |
| Platz 4 |
Kohlmeise |
2208 Sichtungen |
| Platz 5 |
Mauersegler |
2068 Sichtungen |
| Platz 6 |
Blaumeise |
1840 Sichtungen |
Deutschlandweit gingen bisher 766197 Sichtungen von Vogelfreunden aus 21360 Gärten ein. Auf Platz 1 liegt der Haussperling, gefolgt von Amsel, Kohlmeise, Blaumeise, Star und Elster. |
|
„Tour de Wolf“ des NABU führt am 16. Mai in den Zoo Leipzig
 |
NABU-Wolfsexperte Markus Bathen. Foto: Ina Ebert |
Wie erforscht man die Tiere, die man wegen ihrer großen Vorsicht so gut wie nie zu Gesicht bekommt? Was unterscheidet einen Zoowolf von einem wilden Wolf? Wie viele Wölfe gibt es in Deutschland, wo und wie leben sie? Diese und andere Fragen beantwortet der NABU-Wolfs- experte Markus Bathen, der am Mittwoch, dem 16. Mai 2012, von 9 bis 18 Uhr, auf der „Tour de Wolf“ mit einer interaktiven Wolfsausstellung im NABU-Tourbus zu Gast im Zoo Leipzig sein wird. Die Besucher können sich auch auf das Theaterstück „Rotkäppchen und der Wolfred“ von Männels Lutziges Puppentheater freuen.
|
NABU-Himmelfahrts-Radtour zu den Lübschützer Teichen
Die traditionelle Himmelfahrts-Radtour über 20 Kilometer an die Lübschützer Teiche mit Halt am Steinertsberg, der Dewitzer Orchideen-Wiese und auf der Wasserscheide bei Pehritzsch findet am 17.05.2012 statt. Frauen und Kinder sind ausdrücklich erwünscht. Start ist um 9:30 Uhr an der Naturschutzstation Plaußig, Plaußiger Dorfstraße 23. NABU-Mitglied Bernd Hoffmann leitet die Exkursion.
 |
Der Badeteich - einer der Lübschützer Teiche. Foto: Ina Ebert |
|
Kräuterquark für Wissenshungrige
„Tag der offenen Tür“ beim NABU-Regionalverband Leipzig
Arbeiten im Grünen ist für Naturschützer das Wichtigste, doch auch Büroarbeiten sind unvermeidlich, man braucht einen Ort für kreative Beratungen, für informative Veranstaltungen und als Anlaufpunkt für Naturschutzfreunde. Am 12. Mai 2012 wurde die neue Geschäftsstelle des NABU-Regionalverband Leipzig mit einem bunten „Tag der offenen Tür“ feierlich eröffnet. Anwohner, NABU-Mitglieder und neugierige Leipziger sowie Mitglieder anderer Naturschutzgruppen aus Leipzig und Umgebung haben die Gelegenheit genutzt, die neuen Räumlichkeiten und die NABU-Aktiven, die hier arbeiten, kennen zu lernen. Für die neue Geschäftsstelle war es ein gelungener Start und für die Aktiven im NABU Leipzig eine schöne gemeinsame Aktion, Ansporn für das weitere Engagement im Verein und für den Naturschutz. Sicher werden weitere Veranstaltungen in der neuen Geschäftsstelle nicht lange auf sich warten lassen.
 |
Zum Ausklag des Tages wurde das NABU-Büro zum Kino-Saal - es wurde ein Film über Tiere in der Stadt gezeigt. Foto: NABU Leipzig |
|
Storchenrettung in Otterwisch
Eine ungewöhnliche Rettungsaktion ereignete sich am 8. Mai 2012 in Otterwisch, als die Freiwillige Feuerwehr von Grimma mit ihrem Drehleiterfahrzeug dort zum Einsatz kam. Am Tag zuvor war eine Störchin bei einem Autounfall tödlich verletzt worden, und es galt, die vier Weißstorcheier aus dem Nest in 23 Meter Höhe zu bergen. Denn ein Weißstorch ist ohne seinen Partner nicht in der Lage, die Brut erfolgreich aufzuziehen. Vom Vorsitzenden der NABU-Fachgruppe Ornithologie und Feldherpetologie Falkenhain wurden die Eier dann in den Storchenhof Loburg gebracht, wo jetzt eine Pute als „Ziehmutter“ fungiert. Sollten die Jungen schlüpfen, werden sie per Hand aufgezogen und anschließend auf Storchenpaare in der Umgebung von Loburg verteilt.
 |
Vier Weißstorcheier wurden aus dem Nest in 23 Meter Höhe geborgen. Foto: Lothar Andrä |
|
Ministerbesuch bei Weißstorch und Co.
Umweltminister Frank Kupfer und Weißstorchexperten des NABU Sachsen besichtigten am 7. Mai 2012 ein vom NABU-Naturschutzinstitut Dresden saniertes Stillgewässer in den Sohlwiesen bei Großdittmannsdorf. Die Sanierung des Teiches gehört zu den Maßnahmen des sächsischen Artenschutzprogramms für den Weißstorch, dessen wichtigster Teil die Gestaltung von Nahrungshabitaten war und ist. Denn das Nahrungsangebot für Weißstörche hat sich in vielen ihrer Vorkommensgebiete drastisch verschlechtert. Mit der Sanierung wurde erreicht, dass der Teich in den Sohlwiesen und sein Umfeld den Bewohnern von sechs Weißstorchhorsten, aber auch anderen Arten der Feldflur wieder ausreichend Nahrung bieten.
 |
Dieser neu geschaffene Teich und dessen Umfeld dienen als Nahrungsgrundlage für gleich sechs Weißstorchhorste in der Umgebung. Foto: Ina Ebert |
|
Die Gewinnerklasse steht fest
Teilnahme an der „Tour de Wolf“ und kostenfreier Eintritt in den Zoo Leipzig
Der Vorsitzende des NABU Sachsen Bernd Heinitz zog nach Ablauf der Bewerbungsfrist den Gewinner für den vom Zoo gesponserten kostenfreien Eintritt in den Zoo Leipzig. Gewonnen hat die Schulklasse 1c der Grundschule Erich Kästner aus Leipzig. Die Kinder und ihre Lehrer können nun am Mittwoch, dem 16. Mai 2012, kostenfrei den Zoo Leipzig besuchen und sich auf der „Tour de Wolf“ des NABU, die an diesem Tag auf dem Aquariumsvorplatz im Zoo Station macht, in einer interaktiven Wolfaussstellung über den Wolf informieren. Im Anschluss werden die Kinder das Theaterstück „Rotkäppchen und der Wolfred“ von Männels Lutziges Puppentheater erleben. Der NABU-Tourbus ist den ganzen Tag im Zoo, das Theaterstück wird um 11 Uhr und 16:30 Uhr am Lesehügel aufgeführt. Dazu sind natürlich auch alle anderen Zoobesucher herzlich willkommen. An die Schulklassen, die leider nicht gewonnen haben, verschickt der NABU Sachsen ein Paket mit vielen spannenden Informationen zum Wolf. |
Gut gezielt und doch daneben
Sächsischer Landtag beschloss Jagdgesetz
Als eine vertane Chance bezeichnet NABU Sachsen das am 09.05.2012 vom sächsischen Landtag verabschiedete Gesetz zur Neuregelung des Landesjagdrechts in Sachsen. Es wurden zwar etliche Schritte in die richtige Richtung getan, doch heutigen Ansprüchen wird das Gesetz nicht konsequent genug gerecht. Noch immer gibt es im Bundesjagdrecht die antiquierte Liste der dem Jagdrecht unterliegenden Tierarten, darunter solche, die europaweit geschützt sind. Anstatt hier rigoros zu streichen, erlaubt das sächsische Gesetz, weitere geschützte Arten ins Jagdrecht aufzunehmen. So ist der Weg dafür offen, auch den Wolf dem Jagdrecht zu unterstellen.
|
Offener Brief zum Thema Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht
Vor Kurzem war den Medien zu entnehmen, dass sich CDU und FDP vor zwei Wochen auf einen „Kompromiss“ zum Jagdrecht in Sachsen geeinigt haben und dass jetzt auch die FDP die Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht befürwortet. Bernd Heinitz, Vorsitzender des NABU Sachsen, wandte sich daraufhin mit einem offenen Brief an Tino Günther, Stellv. Fraktionsvorsitzender der FDP-Fraktion im Sächsischen Landtag.
|
58. Tagung der Arbeitsgemeinschaft Sächsischer Botaniker
Zur 58. Tagung der Arbeitsgemeinschaft sächsischer Botaniker laden die Arbeitsgemeinschaft und der NABU für den 1. bis 3.6.2012 nach Lengenfeld ein. Auf dem vielseitigen Programm stehen Vorträge zur Synökologie und Lebensstrategie einheimischer Baumarten, zum Erhaltungsprojekt für seltene Pflanzen des Offenlandes von Böhmen und Sachsen, zur neuen Flora für Sachsen, zur Artdatenerhaltung im Freistaat, zur neuen Roten Liste Gefäßpflanzen und vieles andere. Die Tagung beginnt mit einer Exkursion und endet mit Exkursionen, unter anderem zur Orchideenwiese Gunzen. Interessenten ist zu empfehlen, sich umgehend anzumelden.
|
CDU und FDP befürworten Aufnahme des Wolfes ins Jagdgesetz – eine politische Fehlentscheidung
 |
| Foto: Dr. Peter Blanché |
Mit scharfer Kritik hat der NABU Sachsen auf die am Samstag (21.4.) bekannt gewordene Entscheidung von FDP und CDU reagiert, der Aufnahme des Wolfes ins Jagdrecht zuzustimmen. Der NABU und andere Naturschutzvereine, viele Jäger, Politiker, Rechtsexperten, Vertreter von Behörden, zahlreiche andere Bürger sind der Meinung, dass streng geschützte Tierarten im Jagdgesetz nichts zu suchen haben. Diese Position hat noch im März 2012, während ihres Parteitages, auch die FDP vertreten. Jetzt hat sie ihren Standpunkt radikal geändert, ein Wandel, durch den ihre Glaubwürdigkeit Schaden nimmt.
|
|
|
|
|
<< Start < Zurück 1 2 Weiter > Ende >>
|
|
Seite 1 von 2 |