Freistaat Sachsen spart unverhältnismäßig und an der falschen Stelle
Am 2.9.2010 ging der Haushaltsentwurf des Freistaats für den Doppelhaushalt 2011/2012 in die erste Lesung. Der NABU Sachsen hat den Entwurf ausgewertet und sein Fazit gezogen: Das Gesamtbudget des Umwelt- und Landwirtschaftsministeriums soll von knapp 1,3 Milliarden € im Jahr 2005 auf nur noch etwa 670 Millionen € in den Jahren 2011/2012 sinken. Das ist eine Kürzung auf die Hälfte in gut fünf Jahren! Auch das Budget speziell für Aufgaben im Bereich des Naturschutzes wird sich rapide verringern. Das bedeutet, dass sich trotz aller Bekenntnisse, internationaler Verpflichtungen und großartiger Ziele – wie etwa der Stopp des Artensterbens – die Rahmenbedingungen für den Naturschutz weiter verschlechtern werden.
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NABU kritisiert undemokratische Vorgehensweise bei Gesetzesänderung
Der von den sächsischen Regierungsparteien im Dezember 2009 zur angeblichen Vereinfachung des Landesumweltrechts vorgelegte und nunmehr vom Landtag beschlossene Gesetzentwurf wurde vom NABU Sachsen stark kritisiert, ebenso die undemokratische Vorgehensweise bei der Entscheidungsfindung. Unbeeindruckt von allen fachlichen und rechtlichen Gegenargumenten brachten die Regierungsparteien den Entwurf nahezu unverändert in den Umweltausschuss des Landtages und dann zur Beschlussfassung in den Landtag ein. So musste zwangsläufig der Eindruck entstehen, dass von Anfang an feststand, was erreicht werden sollte: keine Verbesserungen im Naturschutzrecht, sondern Einschränkungen.
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Allianz für Sachsens Flüsse stärkt Umweltministerium den Rücken
Die Allianz für Sachsens Flüsse, ein Zusammenschluss von Naturschutz-, Kanu- und Fischereiverbänden, hat mit einem Schreiben an Politiker und Behörden im Freistaat auf die Kritik der Wasserkraftbetreiber am Erlass des Sächsischen Ministeriums für Umwelt und Landwirtschaft vom 29.4.2010 reagiert. Die Allianz begrüßt den Erlass ausdrücklich. Er stellt auch nach Ansicht des NABU den ersten grundsätzlichen Versuch zur Sicherung der letzten naturnahen Fließgewässerabschnitte Sachsens dar und eröffnet gleichzeitig die Möglichkeit, die Situation an bestehenden Anlagen zu verbessern.
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NABU zum Hochwasserschutz: Richtige Erkenntnisse – keine Konsequenz
Auf die von der sächsischen Landesregierung kürzlich geäußerten Pläne für einen verbesserten Hochwasserschutz reagiert der NABU Sachsen mit Zustimmung, zugleich mit Skepsis hinsichtlich der Ernsthaftigkeit dieser guten Vorsätze. Denn in der Praxis ist die für einen modernen Hochwasserschutz notwendige Zielstrebigkeit bisher nicht zu erkennen. So hat die Landesregierung beispielsweise verkündet, den sächsischen Flüssen mehr Raum geben zu wollen, plant aber zugleich den Verzicht auf das Vorkaufsrecht des Freistaats und der Gemeinden bei Gewässern, angrenzenden Grundstücken und bei Naturschutzflächen. Dabei ist gerade das Vorkaufsrecht ein unersetzliches Instrument auch beim vorbeugenden Hochwasserschutz.
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Der Pöhlbach nahe der Gemeinde Thermalbad Wiesenbad. Foto: M. Dietrich |
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Keine Windkraftanlagen im grenznahen Landschaftsraum Bayern-Sachsen!
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Das „Grüne Band“. Foto: Hellmut Naderer
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Mit einem offenen Brief wenden sich verantwortungsbewusste Bürger der Grenzregion Sachsen-Bayern an Behörden und die Öffentlichkeit, um den ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifen zu Bayern, den außergewöhnlichen Biotopverbund Grünes Band, vor Eingriffen zu schützen, die das Landschaftsbild zerstörerisch verändern würden. Insbesondere protestieren sie gegen den Plan, unter Missachtung der sächsischen Naturschutzinteressen in unmittelbarer Nähe des Grünen Bandes weitere Windparks zu errichten.
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NABU Sachsen protestiert gegen Kürzungspläne für Botanischen Garten Chemnitz
Mit einem offenen Brief hat sich der NABU Sachsen an die Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz gewandt und aufs Schärfste gegen die immensen Kürzungspläne der Stadt für den Botanischen Garten protestiert. Der Botanische Garten hat für den Naturschutz und die Umweltbildung in Chemnitz große Bedeutung. Allein der NABU-Regionalverband Erzgebirge bietet dort Kindern und Jugendlichen die Mitarbeit in sieben Arbeitsgemeinschaften, außerdem Feldseminare und Exkursionen an und unterstützt damit die Arbeit von Schulen und Lehrern. Unter den Kürzungen würde der Botanische Garten als Lernort für naturkundlich interessierte Bürger und Kinder nicht nur erheblichen Schaden nehmen, sondern langfristig alle Attraktivität verlieren. Der NABU legt der Stadt deshalb nahe, sich zum Botanischen Garten und seinem Bildungsauftrag zu bekennen und dem geplanten Kahlschlag eine eindeutige Absage zu erteilen.
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Kinder der AG „Buchfinken“ des RV Erzgebirge e. V. im Botanischen Garten Chemnitz. Foto: RV Erzgebirge e. V. |
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DVD „Ich finde den Wolf ...“ ab sofort erhältlich
Ein Film von Adele und Andreas Matthews
Ich finde den Wolf ... unheimlich, böse, spannend oder faszinierend. Kaum ein Tier ruft so viele Emotionen hervor wie der Wolf. 9 Schüler wollen sich eine Meinung bilden und begeben sich auf eine ungewöhnliche Reise. Ein halbes Jahr lang sind sie mit der Kamera unterwegs, um den Spuren der Wölfe zu folgen. Die DVD kann ab sofort beim NABU Sachsen für 12,00 € zzgl. Versandkosten bestellt werden. Den Erlös aus dem Verkauf erhalten die Filmemacher zur Unterstützung weiterer Umweltbildungsprojekte.
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Tagungsband der 2. Sächsischen Wolfstagung erschienen
Wölfe in Sachsen - Chancen für eine bedrohte Tierart
2009 fand in Bad Muskau die 2. sächsische Wolfstagung des NABU Sachsen, unterstützt von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, statt.
Vertreter des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft, des Landratsamtes Bautzen, Vertreter der Forstwirtschaft, der Jägerschaft, des ehrenamtlichen Naturschutzes, der Wissenschaft und des Wildbiologischen Büros LUPUS sorgten für ein breites Themenspektrum. Dies umfasste das Wolfsmanagement in Sachsen, Bemühungen um Akzeptanzförderung, Naturschutzarbeit und Wildbewirtschaftung im Forstbetrieb, Jagd und Wolf sowie die Entwicklung der Lausitzer Wölfe in den letzten fünf Jahren. Der nun erschienene Tagungsband reflektiert die Themen der Tagung noch einmal anschaulich. Mit seinem Erscheinen verbinden wir die Hoffnung, dass der Band allen Naturfreunden Hilfe sein wird bei der Wahrnehmung ihrer Verantwortung für die sächsischen Wölfe.
Der Tagungsband kann kostenlos über die NABU Landesgeschäftsstelle Sachsen angefordert werden. Telefon: 0341 2333130 oder E-Mail:
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Ein exemplarisches Stück Zeitgeschichte
NABU Sachsen legt eindrucksvolle Bilanz seiner Arbeit vor
Aus Anlass seines 20-jährigen Bestehens hat der NABU Sachsen die Publikation „Vielfalt bewahren – Zukunft sichern“ herausgebracht. Sie informiert auf 192 reich bebilderten Seiten im Format 22 mal 21 über zwanzig bewegte Jahre, in denen sich der NABU Sachsen zu einem der stärksten und erfolgreichsten Naturschutzverbände im Freistaat entwickelt hat. Detailliert gibt der Band Auskunft über die Geschichte des NABU Sachsen, über Facharbeit, naturschutzpolitische Anstrengungen, die Leistungen der über 60 Untergliederungen, über die Naturschutzjugend und vieles andere. Darüber hinaus wird auch ein wichtiges Stück Zeitgeschichte vermittelt. Die Publikation kann über die NABU-Landesgeschäftsstelle bezogen werden.
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