Wird der Naturschutz in Sachsen totgespart?
NABU Sachsen protestiert gegen Kürzungen im Naturschutzbereich!
Mit Bestürzung hat der NABU Sachsen im Jahr seines 20-jährigen Bestehens auf die von der Staatsregierung angekündigten existenzbedrohenden Beschneidungen der finanziellen Mittel für den Naturschutz reagiert und die für den 27. März geplante Festveranstaltung im neuen Rathaus Leipzigs abgesagt. Mit dieser Entscheidung will der NABU auf den Ernst der Situation verweisen und ein Zeichen setzen, denn die vorgesehenen Kürzungen sind ein Schlag ins Gesicht aller engagierten Naturschützer, die sich seit Jahren aufreiben, um den Freistaat bei der Erfüllung seiner Aufgabe zu unterstützen. Und sie können dazu führen, dass die engagierte, qualitativ hochwertige und wirkungsvolle Naturschutzarbeit der Vereine in Sachsen zusammenbricht.
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Wir werden 20 Jahre jung
Am 10. März 1990 wurde im Naturkundemuseum Leipzig der NABU Sachsen gegründet, der sich seitdem zu einem starken, zukunftsfähigen Verein mit naturschutzpolitischem Gewicht im Land entwickelt hat. Mit Stolz können wir auf eine zwar schwierige und bewegte Zeit, zugleich aber auch auf viele Erfolge zurückblicken.
Allen Mitgliedern unseres Verbandes, die in den zurückliegenden zwanzig Jahren mit Kompetenz, Energie, Geschick und großer Einsatzbereitschaft Beeindruckendes zum Schutz der Natur in Sachsen geleistet oder diese Arbeit finanziell unterstützt haben, möchte der Vorstand an dieser Stelle auf das herzlichste danken und wünscht ihnen Mut, Kraft und Zuversicht für die bevorstehenden Aufgaben.
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| Foto: Ina Ebert |
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Eine Allianz für Sachsens Flüsse
Sächsische Verbände fordern: Keine Zerstörung sächsischer Flüsse!
Erneut haben sich sächsische Verbände zu einer „Allianz für Sachsens Flüsse“ zusammengeschlossen und die Staatsregierung aufgefordert, die Situation an sächsischen Fließgewässern, hervorgerufen durch Kleinwasserkraftanlagen, entscheidend zu verändern. Denn nach wie vor sind die mit dieser Art der Energiegewinnung verbundenen zerstörerischen Eingriffe immens, ohne dass damit der Co2-Austoß wirksam reduziert werden könnte. Etwa 300 Kleinwasserkraftanlagen gab es Ende der 1990er Jahre in Sachsen, jetzt sind es zirka 550, weitere Genehmigungen und die weitere Zerstörung unserer Flüsse sind zu erwarten.
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Biogasanlagen müssen umweltverträglich betrieben werden
Gemeinsame Position sächsischer Naturschutzverbände zur Biogaserzeugung
Am 19.2.2010 unterzeichneten der Landesverband Sächsischer Angler, der Landesverein Sächsischer Heimatschutz und der NABU Sachsen ein gemeinsames Positionspapier zur Biogaserzeugung und -nutzung in Sachsen. Anlass waren entsprechende Planungen und Planverfahren, insbesondere für Klotzsche und Radeburg, wo zurzeit zwei große Biogasanlagen geplant beziehungsweise gebaut werden; sie sollen größtenteils mit im LSG „Moritzburger Kleinkuppenlandschaft“ angebauten Silagemais betrieben werden. Die drei Verbände fordern: Biogasanlagen müssen umweltverträglich betrieben werden – das betrifft die Anlage selbst, aber in besonderem Maße auch die Bereitstellung der Rohstoffe. Andernfalls ist der Nutzen für den Klimaschutz fraglich.
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BUND und NABU fordern: Vorrang für Naturschutzziele im und am Grünen Band!
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Das Grüne Band. Foto: Hellmut Naderer |
Im Februar 2010 haben die Regionalgruppe Elstertal des BUND und der Regionalverband Elstertal des NABU Sachsen einen offenen Brief an das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, an das Bayrische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit sowie an andere Adressaten gerichtet. Beide Verbände fordern darin unter anderem die Umsetzung der in den Schutzgebietsverordnungen und Landschaftsplänen fixierten Ziele und Maßnahmen zum Schutz und zur Entwicklung von Natur und Landschaft im Bereich des grünen Bandes und in dessen Umfeld. Einer der Anlässe für dieses Schreiben war die Tatsache, dass in den Wochen zuvor vom Landratsamt Hof die Genehmigung für einen großdimensionierten Windpark in engster Nachbarschaft des Grünen Bandes erteilt worden war.
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Naturschutzförderung im Freistaat höchst unzureichend
Zur Erhaltung von Kulturlandschaft und Artenvielfalt Trendwende nötig
Seit 2009 gilt für den Naturschutz eine neue Förderrichtlinie. Mit dieser Richtlinie wurde die Förderung wichtiger Naturschutzaufgaben, die im öffentlichen Interesse liegen, sehr stark bürokratisiert. Umständliche und langwierige Antragsverfahren, keine verlässlichen Fördersätze, zu lange Vorfinanzierungszeiträume usw. haben dazu geführt, dass zahlreiche Maßnahmen, gerade von kleinen Vereinen, bereits aufgegeben wurden, und sie dürften zur Folge haben, dass ab 2010 ein wahres „Maßnahmensterben“ einsetzt. Grundsätzliche Korrekturen an der Richtlinie sind dringend notwendig, wenn unsere Kulturlandschaft erhalten werden und das Artensterben gestoppt werden soll.
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„Oasen in der intensiven Agrarlandschaft“Ein Film von Andreas Winkler
Der Film von Andreas Winkler (NABU-Regionalverband Erzgebirgsvorland) zeigt in eindrucksvollen Bildern viele der oft wenig bekannten Tiere und Pflanzen der Wiesen und Felder. Das Gebiet, in dem gefilmt wurde, gehört zu den letzten Oasen für die biologische Vielfalt. Doch es sind isolierte Inseln, Fragmente der einst zusammenhängenden, naturnahen Kulturlandschaft. Es ist aber noch nicht zu spät, um solche Lebensräume in der offenen Agrarlandschaft zu retten. Der Film macht deutlich: Nur mit innovativen, intelligenten Strategien in allen Landnutzungsformen und der Nutzung alter Erfahrungsschätze ist dem Artensterben im Offenland zu begegnen. Der Film kann bezogen werden über: NABU Sachsen Landesgeschäftsstelle, Löbauer Straße 68, 04347 Leipzig, E-Mail:
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. Laufzeit: 58 min., Preis: 18,00 Euro zzgl. Porto |
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