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Zwerge im Seggenwald



Sie sind nur 2,3 und 3,5 Millimeter groß und heißen Schlanke Zwergschnecke (Carychium tridentatum) und Gemeine Kristallschnecke (Vitrea crystallina).

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Schlanke Zwergschnecke (Carychium tridentatum)


Am häufigsten findet man sie an feuchten Standorten, zum Beispiel in Sümpfen und auf Feuchtwiesen. Deshalb war es eigentlich schon fast zu erwarten, dass sie bei der vom Regionalverband Großenhainer Pflege angeregten Kartierungsaktion der Landesarbeitsgruppe Malakologie des NABU Sachsen in Zschorna gefunden werden würden. Um sie zu entdecken, braucht es allerdings ein scharfes und geübtes Auge sowie die für Malakologen bei Felduntersuchungen so typische Körperhaltung: den Kopf möglichst dicht am Boden.

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Gemeine Kristallschnecke (Vitrea crystallina)


Die Aktion fand am 20.05.2006 statt, gesucht wurde im Erlenquellmoor, auf einer Fläche, die sich im Besitz des Regionalverbandes befindet. Auch weitere für diesen Lebensraum typische und feuchtigkeitsliebende Arten konnten hier nachgewiesen werden: das Dunkle Kegelchen (Euconulus alderi), die Glänzende Dolchschnecke (Zonitoides nitidus), die Gemeine Bernsteinschnecke (Succinea putris), die Braune Streifen-Glanzschnecke (Nesovitrea hammonis) und – im Wasser zwischen den Seggenbüscheln – die Gemeine Erbsenmuschel (Pisidium casertanum).
Da bei einer einzigen Suchaktion erfahrungsgemäß nur etwa 70 Prozent der Weichtierfauna eines Gebietes gefunden werden, wird im Herbst noch eine weitere Exkursion nach Zschorna erfolgen, um die Schnecken- und Muschelarten möglichst vollständig erfassen zu können.

Katrin Schniebs