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Mykologie



Die tiefgreifenden Veränderungen, die unsere Umwelt besonders in den letzten Jahrzehnten erfahren hat, führten auch zu Folgen für die Pilze. Vor allem die zunehmende Eutrophierung der Landschaft verändert das Artenspektrum unserer Pilzflora. Vorwiegend saprophytisch lebende Arten profitieren von dieser Entwicklung, während für viele andere Pilze und Pilzgruppen mit Fundorteinbußen wie auch mit Artenrückgang zu rechnen ist. Rückgangstendenzen wurden auch in Sachsen festgestellt. Deshalb ist es notwendig, den Pilzschutz in den allgemeinen Naturschutz zu integrieren, Pilzschutz als Biotopschutz zu verstehen und – als Basis des Pilzschutzes – wissenschaftlich fundierte Rote Listen zu erarbeiten. Aus dieser Lage ergeben sich die Arbeitsschwerpunkte der sächsischen Mykologen, die eng mit der Deutschen Gesellschaft für Mykologie zusammenarbeiten.

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Einige essbare Pilze.
Grafik: Meyers Blitz-Lexikon, Leipzig, 1932


Sie führen wie die Botaniker jährlich eine Tagung durch, die mit Mikroskopierkursen und einer Pilzausstellung verbunden ist. Gleichzeitig werden Veranstaltungen zur Weiterbildung der Pilzberater durchgeführt. Die Mykologen arbeiten an der Pilzkartierung in Ostdeutschland und in Sachsen; jährlich werden Karten publiziert. Eine besonders umfangreiche Arbeit stellte und stellt die Vorbereitung der „Pilzflora“ und eines Pilzatlas Sachsens dar. Die Pilzflora Sachsens konnte nach zwanzigjähriger Bearbeitungszeit 1999 als Buch gedruckt werden. Sie umfasst 3800 Pilzarten mit der Angabe ihrer Verbreitung in den Naturräumen Sachsens. Nur als Gemeinschaftswerk von Spezialisten bestimmter Pilzgruppen und den vielen ehrenamtlichen Pilzfreunden konnte dieses Werk gelingen, das um so wichtiger ist, als im Gegensatz zu den höheren Pflanzen eine „Pilzflora“ von Sachsen vorher noch nicht existiert hat.

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Einige giftige Pilze.
Grafik: Meyers Blitz-Lexikon, Leipzig, 1932