Landesfachausschuss (LFA) Botanik
Kontakt
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Vorsitzender des LFA
Prof. Dr. Hans-Jürgen Hardtke Fon: 0351 46337970 E-Mail:
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Die NABU-Gruppen im LFA Botanik
- Fachgruppe Botanik Freiberg
- Fachgruppe Botanik Leipzig
- Fachgruppe Geobotanik des Elbhügellandes
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Moorklee Fotos: Henriette John |
Raue Nelke
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Teufelskralle
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Wiesenknöterich
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Anders als bei den Ornithologen (für die es in Sachsen mehrere Vereine gibt) existiert für das Fachgebiet Botanik nur ein sächsischer Verbund – die Arbeitsgemeinschaft sächsischer Botaniker, die formal dem Landesverein sächsischer Heimatschutz angehört und Mitglieder des NABU, des Landesvereins sächsischer Heimatschutz und des BUND vereint. Ihre jährlichen Tagungen werden vom NABU und vom Landesverein gemeinsam getragen. Bereits im Frühjahr 1991 wurde auch ein Vertrag über die korporative Mitgliedschaft des NABU im „Landesverein sächsischer Heimatschutz“ und die des Landesvereins im NABU geschlossen. Die AG sächsischer Botaniker wird von Herrn Prof. Dr. H.-J. Hardtke geleitet, sein Stellvertreter ist Herr Prof. Dr. P. A. Schmidt.
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Mitglieder der AG Sächsischer Botaniker bei der Bestimmung von Gräsern. Foto: Prof. Dr. Hans-Jürgen Hardtke |
So ist der Landesfachausschuss (LFA) Botanik des NABU im Wesentlichen mit der Leitung der AG sächsischer Botaniker identisch. Der Arbeitsgemeinschaft gehören auch die Bryologen und Lichenologen an. Dem Landesfachausschuss sind drei Arbeitskreise, eine Arbeitsgruppe PC-Kartierung und zwei Redaktionen zugeordnet. Neben den jährlichen Tagungen und der Publikationstätigkeit stehen die Erarbeitung von Gutachten im Rahmen der Mitwirkung an Planfeststellungsverfahren oder Würdigungen von Naturschutzgebieten, die Betreuung von Artenschutzprogrammen, die Mitarbeit an Projekten wie die Biotopkartierung Sachsens und an der Roten Liste Sachsens im Mittelpunkt der Arbeit. Jedes Jahr wird – abwechselnd in einem der drei Regierungsbezirke – eine Arbeitstagung der Arbeitsgemeinschaft mit Vorträgen und Exkursionen durchgeführt, an der etwa hundert Mitglieder teilnehmen. In ehrenamtlicher Tätigkeit gibt die AG sächsischer Botaniker im Rahmen der Reihe „Naturschutz spezial“ des NABU die Zeitschrift „Sächsische floristische Mitteilungen“ heraus.
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Arnika-Wiese Foto: Jürgen Teuchert |
Da die Botanischen Institute der Universitäten andere Zielstellungen und auch keine Arbeitsstellen für die botanische Feldarbeit haben, wird diese von den sächsischen Botanikern in ehrenamtlicher Tätigkeit geleistet. Fünf großen Arbeitsthemen widmen sie sich seit 1990:
- Naturschutzgebiete, das heißt Würdigung der Schutzgebiete, Bestandsaufnahme sowie Erarbeitung von Pflegerichtlinien, oft in Zusammenarbeit mit den Naturschutzinstituten des NABU.
Zu diesen von den Botanikern bearbeiteten Naturschutzgebieten zählen zum Beipiel das NSG Gimmlitzwiesen, das NSG Polenztal, das NSG Ketzerbachtal, das NSG Zabeltitz usw.
- Biotopkartierung Sachsens und Erfassung wertvoller Biotope.
Zu den letzteren gehören zum Beispiel im Regierungsbezirk Dresden die Inseln und Lachen des Elbufers und Halbtrockenrasen von überregionaler Bedeutung im Elbhügelland.
- Projekt Florenatlas.
Das seit 1994 laufende Projekt basiert auf jahrzehntelangen Vorarbeiten zur Kartierung sächsischer Wildpflanzen, ist eine Gemeinschaftsarbeit des Landesvereins Sächsischer Heimatschutz, des NABU und wissenschaftlicher Institute und wurde im Jahr 2000 mit der Herausgabe des Florenatlas zu Ende geführt. Der Florenatlas umfasst auf 806 Seiten Karten der Vorkommen aller sächsischen Wildarten der Flora und bildet die Grundlage für wissenschaftlich begründete Rote Listen. 100 Jahre sächsischer botanischer Arbeit haben damit aber nur einen vorläufigen Abschluss gefunden, da die Florenzusammensetzung einer ständigen Veränderung in unserer Kulturlandschaft unterliegt. Es ist deshalb geplant, einen Supplementband zum Florenatlas zu erarbeiten, um diese Veränderungen dokumentieren zu können.
- Erarbeitung der Roten Liste der Flora Sachsens.
Die erste Liste erschien bereits 1990; auf der Grundlage der umfangreichen Kartierungen im Projekt „Florenatlas“ konnte eine neue Liste erarbeitet werden, die 1999 erschien. Zur Zeit wird an der dritten Fassung gearbeitet.
- Bryologische und lichenologische Arbeit.
Die Gruppen der Moos- und Flechtenkundler führen jedes Jahr mehrere Exkursionen durch; ihre Jahrestagung bestreiten sie gemeinsam mit den Gefäßpflanzen-Botanikern. In den letzten Jahren konnten sowohl die Checklisten als auch Rote Listen durch Moos- und Flechtenkundler der AG Sächsischer Botaniker (Dr. Borsdorf, Dr. Müller, A. Gnüchtel) erarbeitet werden. Im Jahre 2005 erschien unter Federführung von Dr. F. Müller der Moosatlas von Sachsen.
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